Wie, womit, wie lange und überhaupt…

Als Resonanz auf unsere Youtube-Videos habe ich inzwischen relativ viele Fragen und Anfragen bekommen, wie wir das umgesetzt haben.

Von “…seid ihr im Studio gewesen…?” bis “…ist das Live aufgenommen…?” habe ich noch alle möglichen anderen diversen Fragen erhalten.

Um diese mal zu beantworten und auch einen Einblick in die Technik dahinter zu geben sollen die folgenden Zeile mal darstellen, wie wir hier unsere Aufnahmen durchgeführt haben:

1. Equipment

Wir arbeiten hier mit drei externen Soundmodulen von Focusrite:

  1. Saffire PRO 40 als Basis
  2. Saffire OctoPre MkII
  3. OctoPre MkII Dynamic
Aufnahme-Equipment

Aufnahme-Equipment (hier ohne den MKII dynamics)

Mit Hilfe der drei Module haben wir die Möglichkeit insgesamt mit 24 Spuren aufzunehmen, was auch eine umfangreiche Abnahme der Drums ermöglicht. Weiterhin nutzen wir dies, um unsere Proben immer komplett mitzuschneiden (in Zukunft auch für Live-Mitschnitte)

Bei der Mikrofonierung kommen diverse Mikros zum Einsatz. Für die Drums werden Shure SM57 (Snare und Toms), Audix D9 (BassDrum) und Audix ADX 51 (Overhead und Hi-Hat) verwendet. Zusätzlich hat die BassDrum noch ein Grenzflächenmikrofon von Shure bekommen (Beta 91A).

Das Aufnahmeverfahren für die Drums wurde dann doch etwas Aufwändiger durchgeführt, so dass BassDrum und Snare doppel abgenommen wurden (oben und unten). Dadurch konnten wir den Sound deutlich verbessern.

Der Bass wurde direkt über die Saffire Interfaces eingespielt. Bei den Gitarren wurde sowohl ein Shure SM57 als auch ein Sennheiser e906 verwendet, um den Sound über einen Amp abzunehmen (ich persönlich finde den Sound vom Sennheiser deutlich brillianter).

Für den Gesang wurde extra für die Aufnahmen ein Neumann TLM 103 besorgt, das sich mal wieder als echter Knaller herausgestellt hat (das Teil ist wirklich gut).

Für die Audioverarbeitung wurde mein MacBook Pro verwendet. Alle Soundkarten wurden mittels Glasfaser untereinander und mittels FireWire mit dem Notebook verbunden. Auch hier muss gesagt werden, dass das ohne weitere Probleme verlaufen ist und die Performance super gut war. Die Focusrite Hardware kann man anstandslos weiterempfehlen. Die Verarbeitung ist sehr gut und die Qualität lässt keine Wünsche offen.

Wichtig für den Mix sind hier die Studiomonitor, da nur über diese der eigentliche Klang vernünftig korrigiert werden kann.

2. Software

Im Bereich Software verwenden wir die Software Cubase in der Version 6. Viel erzählen mir, dass es mit den Pro-Tools deutlich besser geht (was ich auch durchaus unterstützte), aber ich arbeite mit Cubase nun schon sehr lange und konnte mich bis heute nicht davon lösen. Das Ergebnis ist meiner Meinung nicht zwingend von der verwendeten Software abhängig :-)

Cubase 6 Superstition

Cubase 6 Superstition

3. Aufnahmeverfahren

Für die, welche sich mit Aufnahmen etc. noch nicht viel beschäftigt haben hier ein kleiner Einblick in den Aufnahmeprozess. Wir haben alle Stücke vorerst nur mit Gesang, Gitarre (clean) und Metronom aufgenommen, damit wir für den Ablauf eine Orientierungsspur bekommen. Diese drei Spuren werden später nicht mehr benutzt und dienen wirklich nur der Orientierung. Das Metronom ist hier existenziell wichtig, um eine gewisse Präzision in die Aufnahmen zu bekommen und später auch besser über Cubase Anpassungen durchzuführen.

Danach wurden im ersten Schritt die Drums aufgenommen. Als nächstes dann der Bass, dann die Gitarren und Keyboard und zum Schluss die Vocals. Bei den Vocals wurden mehrere Spuren verwendet (Background, etc.) und später in den Mix eingefügt.

Alles in allem doch recht aufwändig, aber dafür kann sich das Ergebnis sehen (hören) lassen. Verständlicher Weise kommen wir an eine hochqualitätive Studio-Aufnahme nicht dran (dafür fehlt es definitiv an den benötigten Voraussetzungen), aber das war hier auch nicht das Ziel.

Wir wollten hier authentische Aufnahmen haben und keinen im Studio optimierten Sound bekommen. Wichtig für uns ist, dass man sich anhand der Aufnahmen auch ein realistisches Bild machen kann (ich habe schon Studio-Aufnahmen von Bands gehört, die Live nicht mal annähernd die Performance rüberbringen)

Soweit erst mal. Wenn jemand noch mehr Infos dazu haben möchte kann er uns gerne anschreiben.

Studio-Aufnahmen nehmen Gestalt an (Teil 5 – Ironic)

Inzwischen konnten wir die Aufnahme zu “Ironic” verfeinern und auf Youtube veröffentlichen:

Ironic Aufnahmen

Studio-Recording

Es werden aber wohl noch ein paar Änderungen einfließen, die in den kommenden Tagen und Wochen verfügbar sind.

Viel Spaß bei schauen und hören….

 

Studio-Aufnahmen nehmen Gestalt an… (Teil 3)

So, nun sind alle Stücke im Kasten (zumindest das Rohmaterial). Wir hatten gestern und heute echt viel Spaß und sind guter Dinge, dass die Aufnahmen nach der Bearbeitung doch recht vielversprechend klingen werden.

Recording Session mit Conny und Rüdi

Weiterhin konnte Andi auch seinen Part einsingen, so dass dann endlich alle Parts im Kasten sind. Wie im letzten Artikel schon erwähnt kommt nun die eigentliche Arbeit…

 

Studio-Aufnahmen nehmen Gestalt an… (Teil 2)

Nachdem wir gestern nun die restlichen Aufnahmen machen konnten nutzen wir heute die Gelegenheit, um noch ein paar Takes zu machen.

Zumindest waren die Aufnahmen von gestern sehr gut und lassen fast keine Wünsche mehr offen. Einzig die im Nebenraum probende Metall-Band nervte zwischen den Aufnahmen ein wenig (aber auch die sollen ihren Spaß haben :-) )

Ein ganz großer Dank geht an unsere liebe Susanne Jütte, die uns hier mit einem echt tollen Gesangsmikrofon (Neumann TLM 103aushelfen konnte (weitere Informationen über Su sind auf ihrer Internetseite zu finden http://lasonera.wordpress.com).

Stand heute können wir zumindest schon mal anfangen das Material aufzubereiten. Ich werde in Kürze hier auf der Seite dann die Ergebnisse teilen.